Alle Angaben ohne Gewähr, es können sich kurzfristige Änderungen ergeben.


Einlass und Begrüßung

Teilnehmerempfang ist ab 8:30 Uhr. Die Veranstaltung beginnt um 9:00 Uhr.


Block 1: Netzbetrieb – analysieren und optimieren


Neues Verfahren für eine rechenzeitoptimierte Berechnung des Gesamtnetzes der Trinkwasserversorgung Leipzig

Dr.-Ing. Tobias Busse (Stanet-Team, Berlin)

Für Reparatur, Instandhaltung und Erweiterung sowie für eine energieeffiziente Fahrweise eines Versorgungsnetzes benötigt man relevante Basis- und Planungsdaten, und diese möglichst aktuell. Deshalb wurde bei der Trinkwasserversorgung der Stadt Leipzig das Gesamtnetz neu modelliert und berechnet. Eingesetzt wurde eine Software, mit der man nicht nur Teilnetze, sondern jeweils das gesamte Netz mit allen Abhängigkeiten und Auswirkungen neu berechnet. Und dies in wenigen Sekunden. Im Vortrag werden für die einzelnen Projektabschnitten technische Informationen gegeben zu den Punkten Datenübernahme aus GIS, Modellierung der Versorgungszonen, Verbrauchsdatenzuweisung und Erstellung von Profilen des zeitlichen Lastverlaufs.

Big Data, die Cloud und das Internet der Dinge – Chancen für den Asset Manager?

Mike Beck (FICHTNER Water & Transportation GmbH, Berlin)

Technische und ökonomische Bewertung von Wasserverlusten

Martin Offermann (IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser, Mülheim an der Ruhr)

Spezifische Wasserverluste sind neben z. B. Schadensraten ein wichtiger Indikator für den technischen Leitungszustand. Zudem sind Wasserverluste an sich sowie Maßnahmen zu deren Erfassung und Reduzierung/Vermeidung mit teils erheblichen Kosten verbunden. Aus versorgungstechnischer und wirtschaftlicher Sicht kommt daher einer möglichst genauen Bestimmung der Ursachen für die Höhe der Wasserverluste sowie der damit verbundenen Kosten eine hohe Bedeutung zu. Im Vortrag wird ein neuartiges technisch-wirtschaftliches Modell vorgestellt, welches unter Berücksichtigung versorgerspezifischer Netzdaten und Maßnahmenkombinationen zur Instandhaltung eine langfristige und differenzierte Prognose künftiger Wasserverlustmengen und der damit verbundenen Kosten erlaubt.


Block 2: Recht und Regelwerk


Fehlerhafte Druckprüfung von Wasserleitungen und deren Auswirkungen

René Stangl (Wasserwerk Service, Hamm)

Zuerst werden die Verfahren der Druckprüfung von Wasserleitungen nach dem DVGW-Regelwerk W400-2 beschrieben. Weiterführend wird auf den entscheidenden Sachverhalt von zu großen Luftanteilen bei der Druckabfallprüfung eingegangen und der tatsächliche Problemfall dabei fokussiert. An Beispielen aus dem Tagesgeschäft wird der Unterschied von fachgerechten und nicht fachgerechten Druckprüfungen verglichen. Auch auf daraus entstehende Probleme mit der Nachverkeimung von neuen Trinkwasserleitungen und deren Folgen auf die Trinkwasserversorgung nach deren Einbindung wird dabei eingegangen. Es folgen Erläuterungen aus einer 4-jährigen Marktanalyse mit ca.1600 Druckprüfungen von Wasserleitungen. Letztlich werden die Möglichkeiten zur Vermeidung von fehlerhaften Druckprüfungen aufgezeigt, mit denen das Qualitätsmanagement der Wasserversorger sichergestellt wird.

Ausgewählte Problemfälle bei Wasserhausanschlüssen und deren rechtliche Einordnung

RAin Sascha Köhler (Becker Büttner Held, Berlin)

In der Praxis gibt es rund um Wasserhausanschlüsse stets unterschiedlichste Fragen und Schwierigkeiten. Wann darf der Wasserversorger den Anschluss des Kunden verweigern? Wer hat welche Pflichten? Was ist bei Überbau von Anschlussleitungen zu beachten? Was ist bei Löschwasserbereitstellung über den Hausanschluss zu beachten? Der Vortrag wird Ihnen zu diesen und anderen ausgewählten Fragestellungen Antworten liefern.


Block 3: Wasserversorgung 4.0


IT-Sicherheit - Branchenstandard für die Wasserwirtschaft

Thomas Geiz (PHOENIX CONTACT Electronics GmbH, Bad Pyrmont)

Was bedeutet Branchenstandard Wasserwirtschaft des DVGW/DWA zum Schutz der Versorgungssicherheit der Bürger? Der Vortrag vermittelt den Teilnehmern, was IT-Sicherheit beinhaltet, wen es betrifft, und was die Umsetzung für ihr Unternehmen bedeutet.

3SmartX - Intelligente Netzautomatisierung in der Wasserversorgung

Axel Sacharowitz (3S Antriebe GmbH, Berlin), Dr. Jochen Deuerlein (3S Consult GmbH, Garbsen)


Block 4: Instandhaltung


Zustandsbewertung mittels ePulse-Verfahren

Stefan Verschure (echologics B.V., Almere, Niederlande), Johann Wittmann (NEW Netze GmbH, Viersen)

Zustandsermittlung an Wasserversorgungsnetzen

Tim Krüger (8 seas consulting engineers - water + energy, Nackenheim)