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InfraTech vom 10. bis 12. Januar 2018 in Essen

Mit der Erweiterung des Vortragsprogramms und des InfraTech-Innovationspreises, einem neuen Hallenkonzept sowie deutlich mehr Ausstellern als bei den vorangegangenen Messeausgaben festigt die InfraTech ihren Stellenwert als wichtige Infrastruktur-Messe.

Im Zuge des Bundesverkehrswegeplans 2030 und der Baufreigabe vieler Straßenbauprojekte werden endlich die Weichen für eine Verbesserung der Infrastruktur gestellt und damit “Fundamente für die Zukunft” gegossen. Folgerichtig hat der Messeveranstalter Rotterdam Ahoy dies das Motto der InfraTech 2018 gewählt. Die Fachmesse für Straßen- und Tiefbau ist in vier Schwerpunkte gegliedert: „Tiefbau, Straßenbau und Wasserbau“, „Öffentliche Raumgestaltung“, Verkehr und Mobilität“ sowie „Ver- und Entsorgung“. Verteilte sich das Messegeschehen bei den ersten beiden InfraTech-Ausgaben auf mehrere kleinere Hallen, wird die InfraTech 2018 ausschließlich in Halle 3, der weitaus größten Halle der Messe Essen, stattfinden. Das Hallenkonzept veranschaulicht, dass die Messethemen oft Hand in Hand gehen, die Besucher profitieren zudem von kürzeren Wegen.

Hohes Ausstellerinteresse

Die Erfolgsgeschichte der InfraTech wird mit ihrer dritten Ausgabe nach 2014 und 2016 fortgeschrieben. Vier Monate vor Messebeginn haben fast 170 Aussteller ihre Teilnahme verbindlich zugesagt. Damit dürfte das gute Ergebnis der InfraTech 2016 nochmals gesteigert werden. Auffällig ist, dass sich viele Aussteller für größere Standflächen als bei der vorangegangenen Veranstaltung entschieden haben. Ein Grund dafür dürfte in der Zielgruppengenauigkeit dieser Messe liegen. Drei von vier Ausstellern sehen in der InfraTech den idealen Ort, um neue Produkte einzuführen. Ebenso viele nutzen die Messe, um neue Kontakte zu knüpfen. Auch das verwundert nicht, findet sich unter den Fachbesuchern ein hoher Anteil an Entscheidungsträgern. Längst gilt die InfraTech als deutsche Leitmesse für Infrastruktur. Hier vernetzen sich die Akteure der Branche. Ein neu aufgelegtes Angebot macht die InfraTech auch interessant für Start-Up-Unternehmen, die sich eine Messeteilnahme eigentlich nicht leisten können. Im sogenannten Pionierviertel können junge Firmen einen 6 m2 großen Messestand für nur 1.795 Euro inklusive aller Nebenkosten mieten.

Neuer Messeschwerpunkt

Der Messeschwerpunkt „Ver- und Entsorgung“ erweitert den bisherigen Themenbereich „Wasser- und Abwasser“. Themen wie Energie, Fernwärme sowie Gas- und Stromversorgung werden eine deutlich größere Rolle spielen als bei den vorangegangenen Messeausgaben. Infrastrukturelle Dauerbrenner bleiben die Sanierung von Rohrleitungen, Umweltbau und die Versorgung mit Frischwasser. Deutlich weiter in den Vordergrund tritt der Bereich Telekommunikation. Eine zukunftsfähige Infrastruktur – von Energieversorgung über Regenwassermanagement bis hin zum autonomen Fahren – ist ohne Internet-basierte Systeme nicht denkbar.

Auch das Schwerpunkt-Thema „Öffentlicher Raum“ wird stärker in den Fokus gerückt. Die InfraTech 2018 präsentiert die Wanderausstellung "#AUF DIE PLÄTZE! Stadt braucht Räume" der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen. Die Initiative des Messepartners zeigt Beispiele der Umgestaltung innerstädtischer Plätze. Auch die Sonderschau „Öffentlicher Raum“ widmet sich Ideen für eine funktionale und gleichermaßen attraktive Gestaltung von Freiräumen. Vorgestellt werden Lösungen und Produkte rund um Brücken, Straßenbeleuchtung, Bäume, Stadtmobiliar, Pflaster und Pflanzen.

Schwachstellen benennen – Lösungsansätze bieten

Die InfraTech benennt infrastrukturelle Schwachstellen, ohne Lösungsansätze zu vernachlässigen. Dafür stehen die Produkte und Dienstleistungen der Aussteller, dafür steht auch das hochkarätige Veranstaltungsprogramm. An den ersten beiden Messetagen veranstaltet das IKT (Institut für unterirdische Infrastruktur) das Symposium „Sanierung - Reparatur und Renovierung von Abwasserleitungen“. Themen sind aktuelle Forschungsergebnisse und Sanierungsmethoden. Im Mittelpunkt des zweiten Tages stehen Hausanschlussleitungen und das Management von Pumpwerken. InfraTech-Aussteller erhalten zudem Gelegenheit, Ihre Verfahren in kurzen Vorträgen zu erläutern. „Straßen- und Brückenerhaltung“ ist ein weiteres Symposium betitelt, das der Kirschbaum Verlag am zweiten Messetag ausrichtet. Themen sind das Qualitätsmanagement bei der Organisation einer Straßenbaustelle oder intelligente Brücken. Praxisbeispiele sowie Referate zu Bürgerbeteiligung und Datensicherheit bietet am dritten Messetag das Symposium „Modernes Projektmanagement unter Berücksichtigung weiterer Bereiche einer optimalen Bauherrenvertretung“ der Kommunal Agentur NRW.

InfraTech Innovationspreis wird ausgeweitet

Fortgeführt und erweitert wird der “InfraTech Innovationspreis”, der erstmals 2016 vergeben worden ist. Mit dem nun vom IKT ausgelobten Preis werden Neuentwicklungen aus den vier InfraTech-Themenbereichen „Tiefbau, Straßenbau und Wasserbau“, „Öffentliche Raumgestaltung“, „Verkehr und Mobilität“ und „Ver- und Entsorgung“ honoriert. Der Sieger erhält ein Werbepaket im Wert von 2.500 Euro oder ersatzweise 1.000 Euro in bar. Erstmals gibt es mit dem „Nachwuchspreis für Studierende“ eine zweite Wettbewerbskategorie. Der Nachwuchspreis ist mit 1.000 Euro dotiert. Anmeldeschluss für beide Wettbewerbe ist der 15. Oktober, die nötigen Unterlagen sind bis zum 15. November einzureichen. Die Preisträger werden während der InfraTech 2018 ausgezeichnet, alle Wettbewerbsbeiträge werden während der Messe in der Innovationspreis-Galerie ausgestellt. Fachbesucher erhalten nach erfolgter Voranmeldung freien Zutritt zur InfraTech 2018. Die Eintrittskarte gilt auch für die gleichzeitig veranstalteten Messen acqua alta, Construct IT und Industrial Building.

Kontakt: www.infratech.de

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