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28. FDBR-Fachtagung Rohrleitungstechnik erwartet 350 Besucher

Die FDBR-Fachtagung Rohrleitungstechnik öffnet am 19. und 20. März 2013 zum 28. Mal ihre Pforten. Einmal mehr wird sie ihrem Ruf gerecht, zu den führenden Fachtagungen zum Thema industrieller Rohrleitungsbau zu gehören.

„Einen wesentlichen Beitrag zur Technologiekompetenz in Deutschland zu leisten, ist bereits seit vielen Jahren der Anspruch unserer Fachtagung Rohrleitungstechnik“, betont Dr.-Ing. Reinhard Maaß, Geschäftsführer des FDBR e.V., Düsseldorf. „Gleichwohl spiegelt sie die zentrale Bedeutung wider, die dem industriellen Rohrleitungsbau hierzulande zukommt.“ Tatsächlich bildet die Veranstaltung, die eine gelungene Mischung aus Vortragsprogramm und Fachausstellung ist, nicht nur die Vielfältigkeit der Rohrleitungsbranche ab, sondern hat sich über die Jahre auch als wichtige Plattform für einen intensiven Erfahrungsaustausch über Rohrleitungstechnik für Kraftwerke sowie chemische und petrochemische Anlagen etabliert. Darüber hinaus bündelt sie Kompetenz, schafft Synergien und fördert nachhaltig den Dialog zwischen den in der Branche tätigen Unternehmen und Dienstleistern sowie den Hochschulen.

Die qualitativ hochwertigen Vorträge, aber auch die Möglichkeit, vertiefende Fachgespräche führen und Kontakte erweitern oder aufbauen zu können, lassen nicht nur „alte Hasen“ gern wiederkommen. Auch lockt die zweitägige FDBR-Veranstaltung jedes Jahr neue Teilnehmer an. Indiz dafür, dass der Düsseldorfer Fachverband mit seinem Konzept, Vortragsprogramm mit Fachausstellung zu kombinieren, nach wie vor den Nerv der Zeit trifft und der Branchentreff unverzichtbar für die industriellen Rohrleitungsbauer ist.

Vielseitigkeit und Qualität zeichnen indes nicht nur die FDBR-Fachtagung aus, sondern auch die gesamte Branche des industriellen Rohrleitungsbaus in Deutschland. Mit ihrem hochwertigen und breit gefächerten Liefer- und Leistungsangebot nehmen die industriellen Rohrleitungsbauer einen Spitzenplatz im globalen Wettbewerb ein. Ihre führende Position kommt nicht von ungefähr. Wie kaum eine andere Branche steht der industrielle Rohrleitungsbau in Deutschland für technische Weiterentwicklung, Kompetenz und Know-how. Die Anbieter erhöhen nachhaltig Sicherheit und Effizienz in industriellen, chemischen und petrochemischen Anlagen sowie Kraftwerken und tragen zudem dem wachsenden Forschungsbedarf für ökologischen und ökonomischen Fortschritt Rechnung. Entsprechend hoch ist national wie international ihr Ansehen in der Prozessindustrie und Energiebranche als Ausrüster und Servicepartner.

Mit der 28. Fachtagung Rohrleitungstechnik macht der FDBR wieder Station in Neuss. Veranstaltungsort ist die Stadthalle, die nicht nur zentral gelegen ist, sondern auch einen großen Saal für das Vortragsprogramm sowie einen geräumigen und hellen Ausstellungsbereich im Foyer bietet. Dieser hatte schon vor drei Jahren bei Rohrleitungsbauern, mittelständischen Nischenanbietern und Dienstleistern aus dem Softwarebereich, die im Rahmen der begleitenden Fachausstellung ihre Produkte, Verfahren und Services rund um die Rohrleitungstechnik präsentieren, viel Anklang gefunden.

Mit 17 Vorträgen an zwei Veranstaltungstagen deckt der Tagung auch in diesem Jahr wieder ein umfassendes Themenspektrum ab. Der 19. März startet mit dem Vortrag „Flexibilitätsanforderungen an den fossilen Kraftwerkspark“ von Dr. Lars Wiese, E.ON Kraftwerke GmbH, Global Unit Generation, Hannover. Im Anschluss daran folgt der Themenkomplex Entwicklung, Planung, Berechnung und Konstruktion. Zunächst erläutert Dipl.-Ing. Ralph-Harry Klaer von der Bayer Technology Services GmbH, Uerdingen, gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Günter Micklisch auch Moderator dieser Sektion, die Einführung von Rohrklassenberechnung in der chemischen Industrie. Danach skizziert Uwe Napierski, Amitech Germany GmbH, Mochau, Planung und Einsatz von GfK-Rohren in Chemie und Kraftwerksanlagen. Nach der Kaffeepause referiert Dr.-Ing. Marc Nadler von der Koblenzer numeris GmbH über die instationäre thermische Beanspruchung von Rohrbündelwärmeübertragern und deren Auswirkungen auf die Auslegung von Rohrleitungsstutzen. Abgerundet wird Sektion I durch den Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Gunther Eggeler, Ruhr-Uni Bochum, mit dem Titel „Warmfeste Stähle – Stabilität der Mikrostruktur im Hochtemperatureinsatz und Einsatzgrenzen im Kriechbereich“.

Nach dem Mittagessen geht es frisch gestärkt in die Nachmittagssession. Themenschwerpunkt ist der Einsatz von Ausrüstungsteilen und Zubehör, die Moderation übernehmen Prof. Dr. Martin Becker und Dipl.-Ing. Manfred Rieke. Von neuen Möglichkeiten für die Kalibrierung von Flüssigkeits-, Gas- und Dampf-Durchflussmessgeräten berichten Dr. Jos van der Grinten und Dipl. Ing. Peter Brand von EuroLoop beziehungsweise NMI, Rotterdam. EuroLoop ist eine der weltweit größten Forschungs- und Teststätten für Durchflussmesser in der Öl- und Gasindustrie sowie für die Ausführung von industriellen Experimenten und im Besitz der niederländischen Eichbehörde NMI. Nachfolgend befasst sich Dipl.-Ing. Rolf Limpert, BASF SE, Ludwighafen mit Sicherheitsventilen – vom Szenario bis hin zur Druckverlustberechnung. Der Wirkweise, Auslegung und Konstruktion von Industrieschalldämpfern wendet sich von Dipl.-Ing Stephan Wilhelm von der w&p NOISEPROTECTION GmbH in Hechendorf zu, während Dipl.-Ing. Gerd Köppke von der Holter Regelarmaturen GmbH & Co. KG, Schloss Holte-Stukenbrock, mit seinem Vortrag zu qualitätssichernde Maßnahmen an warmfesten Stahlgussgehäusen bei einem Armaturenhersteller den ersten Veranstaltungstag beschließt.

Informieren leicht gemacht

Die Themen Fertigung, Montage und Inbetriebnahme sowie Betrieb und Instandhaltung von Anlagen stehen traditionell im Mittelpunkt des zweiten Tagungstags. Begleitet von den Moderatoren Dipl.-Ing. Jürgen Mühlenbein-Severin und Dipl.-Ing. Stefan Hübner widmet sich als erster Referent Uwe Sprengholz vom TÜV Thüringen e.V., Service Center Ostthüringen, Jena, Baugruppen mit CE-Zertifizierung. Über Konformitätsnachweise für Russland und die Zollunion Russland-Kasachstan-Weißrussland berichtet Dipl.-Ing. Gerd Slapke, DIN GOST TÜV Berlin-Brandenburg, Gesellschaft für Zertifizierung in Europa mbH, Berlin. Im Anschluss zeigt Harald Kalwe von der Tube Tec Rohrverformungstechnik GmbH in Nistertal Anforderungen und Möglichkeiten der Rohrformgebung durch Kaltbiegen auf. Ihm folgt Dr.-Ing. Rene Radis von ERNE Fittings aus Schlins (Österreich), der sich mit der Effizienzsteigerung durch den Einsatz innovativer Formstücklösungen beschäftigt.

Die Vorträge zu Betrieb und Instandhaltung, die von Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Malingriaux und Dipl.-Ing. Alexander Wrobel moderiert werden, beschließen die FDBR-Fachtagung. Den Anfang macht Dipl.-Ing. Manfred Rieke von der Hitachi Power Europe in Duisburg. Aus Sicht eines Herstellers schildert er die Erfahrungen mit dem Einsatz von Druckprobenersatzmaßnahmen – FDBR-MB 21. Prüfgeometrien an Hochdrucksammlern aus neuen Werkstoffen sind das Thema von Andreas Schmidt, RWE Power AG – Kraftwerke Frimmersdorf/Neurath, Grevenbroich, während Dr.-Ing. Thomas Gräb, Bilfinger Piping Technologies GmbH, Essen die Dehnungsüberwachung zeitstandbeanspruchter Bauteile skizziert. Abschließend beleuchtet Martina Goßner von der RWE Technologies GmbH in Hamm die Anforderungen an Baustellendokumentationen.

Wichtige Kontaktböse auch für den Nachwuchs

Der viel zitierte Fachkräftemangel macht auch vor dem Rohrleitungsbau nicht halt. Deshalb fördert der FDBR auch im Rahmen der Fachtagung Rohrleitungstechnik gezielt den Nachwuchs in den technisch-naturwissenschaftlichen Fachbereichen. Die Youngster, für die die Veranstaltung längst zur bedeutsamen Info- und Kontaktbörse geworden ist, sind ebenso willkommen wie die gestandenen Profis. „Diese Mischung ist für alle Teilnehmer interessant“, so Maaß. „Studierende und Berufseinsteiger treffen auf Vertreter von führenden Unternehmen und Branchenexperten, können auf diese Weise ihr Wissen in puncto Rohrleitungsbau vertiefen und wichtige Kontakte knüpfen. Die Profis wiederum können den Nachwuchs für ihre Unternehmen interessieren.“ Für Studenten der Ingenieurwissenschaften ist die Teilnahme wie gewohnt kostenlos.

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