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SIMONA 2012: Umsatzrückgang von 5 % durch schwaches Europageschäft

Der SIMONA Konzern hat seine Umsatzziele im Geschäftsjahr 2012 knapp verfehlt. In einem weltweit schwierigen konjunkturellen Umfeld sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Rekordjahr 2011 um 5,0 % auf 293,2 Mio. EUR zurückgegangen, geplant waren mindestens 300 Mio. EUR.

In Asien konnte SIMONA weiter wachsen. Das Ergebnis ist für den Hersteller von Halbzeugen, Rohren, Form- und Fertigteilen aus Kunststoff bedingt zufriedenstellend. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) beträgt 13,8 Mio. EUR. Das entspricht einer EBIT-Marge von 4,7 %, nach 6,4 % im Vorjahr. Ein schwaches erstes Quartal und unverändert schwierige konjunkturelle Rahmenbedingungen in Europa lassen für 2013 einen Umsatz von 280-290 Mio. EUR erwarten.

Die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2012 war durchgängig unterhalb des starken Vorjahres. Die für SIMONA wichtigen Ausrüstungsinvestitionen sind vor allem in Europa deutlich zurückgegangen. „Die Euro-Krise hat das Grundvertrauen der Unternehmen geschwächt. Wenn Vertrauen fehlt wird weniger investiert und das haben wir als Zulieferer für Investitionsgüter im chemischen Anlagenbau 2012 deutlich gespürt.“, so Wolfgang Moyses, Vorsitzender des Vorstandes der SIMONA AG.
In Deutschland sind die Umsatzerlöse überproportional um 11,0 % auf 93,1 Mio. EUR (2011: 104,6 Mio. EUR) zurückgegangen. Gründe dafür waren vor allem die gesunkenen Ausrüstungsinvestitionen in der chemischen Industrie und dem Maschinenbau sowie der Wegfall des Geschäftes mit Kunststoffplatten für die Solarindustrie. Im übrigen Europa sind die Umsatzerlöse - dank eines stabilen Geschäftes in Osteuropa - weniger stark um 3,9 % auf 146,1 Mio. EUR (2011: 152,0 Mio. EUR) zurückgegangen. Die Umsätze in der Region „Asien, Amerika und Australien“ sind um 4,1 % auf 54,0 Mio. EUR (2011: 51,9 Mio. EUR) gestiegen.
„Wir sind international auch 2012 vorangekommen. Leider noch nicht schnell genug, um die Verluste im Kernmarkt Europa auszugleichen. Bis 2014 soll der Umsatzanteil außerhalb Europas mehr als 20 % betragen.“, so Wolfgang Moyses.

Mit Halbzeugen und Fertigteilen wurden 2012 Umsatzerlöse von 215,0 Mio. EUR (2011: 229,4 Mio. EUR) erzielt. Das sind 6,3 % weniger als im Vorjahr. Der Umsatz mit extrudierten Platten aus Polypropylen und Fluorkunststoffen ist deutlich zurückgegangen. Das Geschäft mit extrudierten Polyethylen Platten entwickelte sich stabil. Der Umsatz mit PVC Schaumplatten für Anwendungen in der Werbetechnik, dem Messe- und Hochbau konnte leicht gesteigert werden.
Im Produktbereich Rohre und Formteile betrugen die Umsatzerlöse 78,2 Mio. EUR (2011: 79,1 Mio. EUR). Das sind 1,1 % weniger als im Vorjahr. Im Marktsegment PE Rohre und Formteile für Tiefbauanwendungen konnten dabei Zuwächse erzielt werden. Das Geschäft mit Industrierohrsystemen litt in Zentral- und Westeuropa unter fehlenden Investitionen im Marktsegment Photovoltaik. In Asien konnte der Umsatzanteil mit Industrierohren durch verstärkte Vertriebsaktivitäten ausgebaut werden.
Es wurde ein EBIT von 13,8 Mio. EUR erzielt. Die Ziel-EBIT-Marge von 5 Prozent wurde mit 4,7 % knapp verfehlt. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) ist auf 14,8 Mio. EUR (2011: 20,7 Mio. EUR) zurückgegangen. In der ersten Jahreshälfte weiter gestiegene Beschaffungskosten für die Rohstoffe sowie das geringere Geschäftsvolumen waren hierfür die Hauptgründe.
2013 sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für SIMONA weiter schwierig. Unsicherheit und gedämpfte Investitionsbereitschaft prägen das Bild. Der SIMONA Konzern hat einen Umsatz von leicht über 300 Mio. EUR und eine EBIT-Marge von mehr als 5 % budgetiert. Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal war jedoch schwach. Es wurde ein Konzernumsatz von 69,1 Mio. EUR erzielt, das sind 4,8 % weniger als im ersten Quartal 2012. Das EBIT beträgt im ersten Quartal 2,0 Mio. EUR (Q1 2012: 3,3 Mio. EUR). „Aufgrund der sowohl gegenüber Vorjahr wie auch Budget schwächeren Geschäftsentwicklung im ersten Quartal gehen wir derzeit von einem erreichbaren Umsatz in Höhe von 280-290 Mio. EUR aus. Wir werden das Jahr 2013 nutzen, um unsere Strukturen an die Umsatzentwicklung in Europa anzupassen und mit gezielten Investitionen für Wachstumsimpulse in den Emerging Markets zu sorgen.“, so Wolfgang Moyses.

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