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Studie: KWK ist zum Erreichen der energiepolitischen Ziele unverzichtbar

Ein Ergebnis der von BDEW und AGFW veröffentlichten Studie ist, dass der Einsatz von KWK bis zu 25 % der für das Jahr 2050 prognostizierten gesamten CO2-Emissionen in Deutschland einsparen kann.


"Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme, ist zum Erreichen der energiepolitischen Ziele unverzichtbar. Damit das mit der KWK verbundene Potential auch genutzt werden kann und KWK im Energiemarkt der Zukunft eine Chance hat, ist es jedoch notwendig, dass die Politik nach den Bundestagswahlen im September zügig Änderungen bei den energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen vornimmt." Das erklärten der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und der AGFW zur am 19. Juli veröffentlichten KWK-Studie, die die Prognos AG im Auftrag der Verbände erstellt hat.

Ein Ergebnis der Studie ist, dass der Einsatz von KWK bis zu 25 % der für das Jahr 2050 prognostizierten gesamten CO2-Emissionen in Deutschland einsparen kann. Darüber hinaus ist in der Studie langfristig ein erhebliches Potential zur Strom- und Wärmeerzeugung durch KWK-Anlagen ermittelt worden. "In einem zunehmend von fluktuierenden Erneuerbaren Energien geprägten System kann die KWK einen wichtigen Beitrag zu einer zukünftig sicheren und bedarfsgerechten Energieversorgung leisten. Um die stark schwankenden Erneuerbaren Energien an die Stromnachfrage anzupassen, können Power-to-Heat-Anlagen neben Wärmespeichern die KWK sinnvoll ergänzen", betonten beide Verbände. Laut der Studie kann der Anteil der KWK an der steuerbaren Stromerzeugung im Jahr 2050 bei rund 63 % liegen; derzeit beträgt ihr Anteil rund 19 %. Der Anteil von umweltschonendem Erdgas als Brennstoff in KWK-Anlagen könne von heute rund 50 % auf rund 75 % in 2050 steigen. Mikro- und Mini-KWK-Anlagen könnten einen Anteil von bis zu 10 % am Heizungsmarkt erreichen.
Um diese Möglichkeiten auch im Sinne der Energiewende nutzen zu können, bestehe jedoch Handlungsbedarf. Nach Ansicht von BDEW und AGFW muss der energiewirtschaftliche Rahmen in mehreren Punkten angepasst werden. Nur ein funktionierender Emissionshandel würde den Betrieb von KWK-Anlagen fördern und den Ausbau unterstützen. Im bestehenden KWK-Gesetz müssten die Zuschläge und die Systematik überprüft werden, da die Prognosen des "KWK-Monitorings" der Bundesregierung aus dem Jahr 2011, auf deren Grundlage die Novelle des KWK-Gesetzes durchgeführt wurde, nicht eingetroffen seien. Zudem sollte die Förderhöhe für Wärme- und Kältenetze sowie für Wärme- und Kaltspeicher überprüft werden. Diese Instrumente seien ein wichtiger Baustein für den Betrieb von KWK-Systemen. "Wichtig bei jedweder Neu- oder Umgestaltung der Rahmenbedingungen ist jedoch, dass stets auch auf die Sicherung der bestehenden KWK-Anlagen geachtet wird", unterstrichen BDEW und AGFW.

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