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Einblicke in Linerstatik nach neuem DWA-A 143-2

In diesem Weiterbildungsseminar werden Regelwerke und Richtlinien sowie die aktuellen Lining- und Montageverfahren zur Sanierung von Abwasserkanälen und -leitungen mit den eingesetzten Geräten vorgestellt. Es werden Probleme bei der Werkstoffauswahl und ihrer Prüfung erörtert. Zudem werden Berechnungsverfahren zur Standsicherheit von Linern und Montageverfahren dargestellt und anhand von Praxisbeispielen vertieft.

Von allen eingesetzten Sanierungsmethoden in der Kanalisation haben Renovierungsverfahren wie z. B. Lining- und Montageverfahren hinsichtlich ihres Einsatzes und ihrer Wirtschaftlichkeit eine herausragende Bedeutung erlangt. Das Liningverfahren "Schlauchliner" konnte seit seiner Einführung zu Beginn der 1990er Jahre rasant wachsen. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland laut Herstellerangaben 1.277 km Schlauchliner verkauft. Es gibt neun Hersteller in Deutschland, die hauptsächlich Schlauchliner für Abwasserkanäle herstellen.

Im Januar 2000 wurde das Merkblatt ATV-M 127, Teil 2 „Statische Berechnung zur Sanierung von Abwasserkanälen und -leitungen mit Lining- und Montageverfahren“ erarbeitet und in der Sanierungsbranche eingeführt. Die in dieser Richtlinie vorgestellte Berechnungsmethode zur Dimensionierung von Lining- und Montageverfahren hat sich nun über zehn Jahre bewährt. Im November 2012 wurde als Ergebnis der Überarbeitung des Merkblatts 127-2 ein Gelbdruck als neues Arbeitsblatt DWA-A 143-2 "Sanierung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden, Teil 2: Statische Berechnung zur Sanierung von Abwasserkanälen und -leitungen mit Lining- und Montageverfahren" dem Fachpublikum zur Stellungnahme vorgelegt.

In diesem Weiterbildungsseminar werden Regelwerke und Richtlinien sowie die aktuellen Lining- und Montageverfahren zur Sanierung von Abwasserkanälen und -leitungen mit den eingesetzten Geräten vorgestellt. Es werden Probleme bei der Werkstoffauswahl und ihrer Prüfung erörtert. Zudem werden Berechnungsverfahren zur Standsicherheit von Linern und Montageverfahren dargestellt und anhand von Praxisbeispielen vertieft.

Das neue Arbeitsblatt DWA-A 143-2 „Sanierung von Entwässerungssystemen außerhalb von Gebäuden, Teil 2: Statische Berechnung zur Sanierung von Abwasserleitungen und -kanälen mit Lining- und Montageverfahren“ und die Unterschiede zur 1. Auflage, dem bewährten Merkblatt ATV-M 127-2 (2000) „Statische Berechnung zur Sanierung von Abwasserkanälen und -leitungen mit Lining- und Montageverfahren“, werden behandelt.

Auf die im Arbeitsblatt aufgenommenen Regelungen des Eurocode mit national festzulegenden Parametern wird intensiv eingegangen – hierzu gehören z. B. neue Verkehrslasten, die Teilsicherheitsbeiwerte und geänderte Nachweisformate. Mit Hilfe von ausgeführten Projekten werden Fragen zur Standsicherheit von schadhaften Altrohren, von Linern und Montagesystemen und die Überprüfung von Linerstatiken diskutiert. Neue Diagramme zeigen den Einfluss der Parameter im Objektfragebogen auf die erforderliche Linerwanddicke auf.

Prof. Dr.-Ing. Bernhard Falter von der Fachhochschule Münster, Fachgebiet Statik und Sprecher der DWA-Arbeitsgruppe ES 8.16 „Statische Berechnung von Linern“, und Prof. Dr.-Ing. Volker Wagner von der Hochschule Wismar, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft, Obmann des deutschen Spiegelausschusses NA119-05-37AA „Renovierung, Reparatur und Erneuerung von Abwasserkanälen und -leitungen (CEN/TC 165/WG 13, CEN/TC 155/WG 17 und ISO/TC 138/WG 12)“ zur europäischen Normung in der Kanalsanierung, Obmann der Sachverständigenausschüsse SVA „Abwasserleitungen A“ und SVA „Abwasserleitungen B“ beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) und Sprecher der DWA-Arbeitsgruppe ES 8.6 „Auskleidung von Abwasserleitungen und -kanälen mit örtlich hergestellten und erhärtenden Rohren“ diskutieren mit Teilnehmern die Änderungen im neuen Arbeitsblatt DWA-A 143-2 an folgenden Terminen/Orten: 12.09. TU Berlin, 24.10. FH Münster, 31.10. Bürgerhaus Garching b. München.

Kontakt:

Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V., Hennef, Herr Zvonko Gocev, Tel. +49 2242 872-217, E-Mail: gocev@dwa.de

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