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Durch Osttirol fließen in diesem Jahr 40 Millionen Tonnen Rohöl

Seit Jahresbeginn ist die Transalpine Ölleitung die größte Rohölpipeline Europas. 106 Millionen Euro Umsatz verbuchte die „Transalpine Ölleitung (TAL) im Jahr 2012. Davon steuerte TAL Österreich 19 Millionen Euro bei

„Die TAL hat im Vorjahr 34,9 Millionen Tonnen Rohöl von Triest nach Österreich, Deutschland und Tschechien transportiert“, erklärte TAL General Managerin Ulrike Andres am Mittwoch, 19. Juni, beim Jahrespressegespräch in Lienz.

Seit Jahresbeginn ist die TAL die größte Rohölpipeline Europas. Allein heuer sollen rund 40 Millionen Tonnen Rohöl durch die Pipeline fließen. Das entspricht 10.000 LKW-Fahrten pro Tag. Also sieben Lkws in der Minute. „Durch die Pipeline bekommt die Bevölkerung davon aber nichts mit“, erzählt der Matreier Oswald Steiner, Geschäftsführer von TAL Österreich, mit Sitz in Kienburg.

Insgesamt beliefert man acht Raffinerien. „Die Kapazitätsgrenze unserer Leitungen liegt bei rund 44 Millionen Tonnen“, so Steiner. Ein Ausbau wäre technisch aber durchaus möglich. Aktuell deckt TAL den österreichischen Rohölbedarf zu 90 %, den bayerischen, und seit Jahresbeginn 2013 auch den baden-württembergischen, zu 100 %. Tschechien wird zu mehr als 30 % von TAL versorgt.

409 Tankschiffe entlud die TAL 2012 im Hafen von Triest. Heuer werden es mehr als 500 sein. Andres: „Die TAL ist auf lange Sicht eine wichtige Hauptschlagader der mitteleuropäischen Energieversorgung.“ Um den sicheren Betrieb der TAL zu gewährleisten, investiert die Gruppe kontinuierlich in die Anlagen. „Das Investitionsbudget für 2012 lag bei rund 21 Millionen Euro. Heuer werden es rund 18 Millionen Euro sein“, sagt Steiner.

Zudem wird in Österreich ein mehrjähriges, 20 Millionen Euro teures Investitionsprogramm zur Errichtung von Schächten in verschiedenen Stationen entlang der 160 km langen Pipelinetrasse gestartet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einbau moderner, energieoptimierter Pumpenmotoren und Hochspannungseinrichtungen. „Wir arbeiten dauerhaft daran, die Leitung auf dem neuesten Stand zu halten“, erläutert Steiner.

Von der knapp 50 Jahre alten Pipeline stammen nur noch die Rohre aus den 1960er und 1970er-Jahren. „Diese werden dementsprechend gepflegt. Andere Bestandteile wie Aggregate und Armaturen werden aber regelmäßig ausgetauscht“, betont Steiner.

Aktuell beschäftigt die TAL, inklusive Partnerfirmen, 750 Mitarbeiter. Davon rund 70 in Österreich, von denen 22 Personen eigene Mitarbeiter der TAL Österreich sind.

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