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Bohrer soll Rohre verlegen

Der Wackersdorfer Gemeinderat beriet über das geplante Hochwasserschutzkonzept. Für den Bau fallen Kosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro an.

Im Haushalt 2013 sind bereits 1,9 Millionen Euro für das „Hochwasserschutzkonzept“ eingestellt. Nach jahrelanger Planung soll die Investitionsmaßnahme auch realisiert werden. Der Fachmann des Planungsbüros Troßmann + Partner, H. Fröhler, informierte die Mitglieder des Gemeinderates bei der öffentlichen Sitzung über das Konzept und dessen Realisierung.

Im Jahre 2009 erwischte es die Gemeinde mit dem sogenannten „Jahrhunderthochwasser“. Der örtliche Bauhof, der vor Jahren an einem relativ tiefgelegenen Punkt in der Nähe des ehemaligen BBI-Verwaltungsgebäudes errichtet wurde, wurde überschwemmt. Dabei entstand ein beträchtlicher Sachschaden. In dem Bereich konzentriert sich das Abwasser beziehungsweise Regenwasser aus dem überwiegenden Gemeindebereich, das unter anderem an die Großkläranlage nach Schwandorf weitergeleitet wird. Die Kapazität der weiterleitenden Rohre reichte nicht aus und es kam zum Rückstau der Wassermassen.

Die Wasserschäden verlangten, ein Hochwasserschutzkonzept erstellen zu lassen. Die Planungen zogen sich seit dieser Zeit in die Länge, es kam immer wieder zu Abstimmungsgesprächen zwischen den Behörden. Eine schnelle Lösung, wie das überschüssige Wasser in den Knappensee einzuleiten, ließ sich nicht realisieren, nicht zuletzt um den touristisch genutzten Steinberger See zu schützen.

Der Sachverständige des Planungsbüros Troßmann + Partner erläuterte, dass das Regenrückhaltebecken am Bauhof Ausgangspunkt sei und auch neu gebaut werde. Ab hier werde eine Rohrleitung mit einer Länge von rund 750 Metern und einem Durchmesser von 1,50 Meter eingebracht. Die Rohrleitungstrasse erfolge nicht geradlinig, sondern führe um die ehemalige Deponie Westfeld in nördlicher Richtung zu dem offenen Graben, der zum Hirtlohweiher führe. Das überschüssige Wasser werde überwiegend in den Hirtlohweiher, der sich auf dem Gebiet der Stadt Schwandorf befinde, abgeführt. Der Bau der 750 Meter langen Rohrleitung gestalte sich nicht einfach. Bei offener Bauweise müssten rund 12.000 Kubikmeter Boden ausgetauscht werden. Deshalb sollen die Rohre mit Hilfe eines kleinen Tunnelbohrers, im „Microtunneling“-Verfahren, eingebracht werden. Hierzu fördere der kleine Tunnelbohrer rund 2000 Kubikmeter Erdreich zutage, die Rohre würden abschnittsweise eingeschoben. Es handle sich in diesem Bereich nicht nur um unterschiedliche Bodenarten von sandig, lehmig bis felsig, sondern auch um einen aggressiven Boden und auch aggressive Gewässer.

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