3R

Ruhrgebiets-Stadtwerke wollen Steag komplett übernehmen

Drei Jahre nach ihrem Einstieg beim Energieversorger Steag haben die sieben Ruhrgebiets-Stadtwerke die Suche nach einem weiteren Investor vorerst aufgegeben. Sie wollen die frühere Tochter des Evonik-Konzerns nun selbst komplett übernehmen.

„Wir wollen die Steag mit günstig zu finanzierendem Fremdkapital nun erst vollständig erwerben, um uns dann in Ruhe einen Partner auszusuchen, der einen Mehrwert schafft“, sagte der Chef der Dortmunder-Stadtwerke und Steag-Aufsichtsratsvorsitzende Guntram Pehlke der „Rheinischen Post“ vom 13. September.


Das Konsortium aus der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung, der Energieversorgung Oberhausen sowie den Stadtwerken Bochum, Dortmund, Essen, Dinslaken und Duisburg hatte 2010 Evonik bereits 51 % der Steag für 650 Millionen Euro abgekauft. Zudem sind sie verpflichtet, von 2014 an bis spätestens 2016 die übrigen Anteile zu übernehmen. Dafür sollen sie bis zu 600 Millionen Euro zahlen. Ursprünglich war geplant, dass die Stadtwerke sich einen Teil ihres Einsatzes durch den Weiterverkauf an einen Investor zurückholen.

Rund 190 Millionen Euro wollen die kommunalen Betriebe aus eigenen Mitteln für die Komplettübernahme zur Verfügung stellen. Pehlke betonte, dass dies nicht zulasten der klammen Städte gehe. „Nicht die Städte kaufen Steag-Anteile, sondern die Stadtwerke. Die sichern sich mit der Steag – und zwar ohne jegliche Steuermittel und ohne Risiko für die Kommunen – eine gute Ertragsquelle.“ Da seien sich die Eigentümer einig.

Zuletzt trübten sich die Geschäftsaussichten angesichts der Folgen der Energiewende aber ein. Die Großhandelspreise für Strom stehen unter Druck. Zudem will der RWE-Konzern , der bislang rund 80 % des von der Steag in NRW produzierten Stroms abnahm und vermarktete, die Verträge auslaufen lassen. Pehlke betonte, dass die Steag damit leben könne: „Der Strom, den RWE bislang abgenommen hat, wird inzwischen mit Gewinn anderweitig verkauft.“

Verwandte Themen
Kanalsanierung bei der Deutschen Bahn AG: Vergabe und Auftragsabwicklung weiter
Trinkwassertage in den Fachwelten Bayern - Markt Schwaben und Röttenbach weiter
System CONNEX und HS-Klebesattel: Ideal für Anschlüsse an gelinerte Rohre weiter
Gewinner des KKS-Tests auf dem Praxistag Korrosionsschutz 2017 weiter
Großer Erfolg des neuen Duos für die Pipelinebranche weiter
Aufruf zur Stellungnahme: DIN EN ISO 21809-1 weiter

Relevante Publikationen für Sie:

Zustandsbewertung von metallischen Rohrleitungen der Gas- und Wasserversorgung Cover

Zustandsbewertung von metallischen Rohrleitungen der Gas- und Wasserversorgung

Die DVGW-Merkblätter GW 18 und GW 19 im Kontext der aktuellen Regelwerke zur Instandhaltung
Hans-Jürgen Kocks / Hans Gaugler

mehr
Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2015 Cover

Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2015


Christian Berger / Christian Falk / Friedrich Hetzel / Johannes Pinnekamp / Silke Roder / Jan Ruppelt

mehr
Zulassungsverfahren für Errichtung und Betrieb von Rohrfernleitungen Teil 1: Gasversorgungsleitungen im Sinne des EnWG Cover

Zulassungsverfahren für Errichtung und Betrieb von Rohrfernleitungen Teil 1: Gasversorgungsleitungen im Sinne des EnWG


Bettina Keienburg, Michael Neupert

mehr