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Start archäologischer Untersuchungen entlang der geplanten Trasse der NEL

Im Zuge der Vorbereitungen für den Bau des noch fehlenden Teilstückes der NEL (Trassenvariante Winsen-Süd) soll im Landkreis Harburg voraussichtlich ab dem 10. Dezember 2012 mit Sondierungsarbeiten in archäologischen Ver­dachtsflächen begonnen werden.

Diese Voruntersuchungen werden entlang der geplanten Leitungstrasse im vorgesehenen Arbeitsstreifen ausgehend von Harmstorf bis in den Bereich der L 234 bei Luhdorf ankommend vorgenommen. Die archäologischen Verdachtsflächen wurden vom Niedersächsischen Lan­desamt für Denkmalpflege (NLD) in Zusammenarbeit mit dem Kreisarchäologen ausgewählt und finden auf Veranlassung des Landesamtes statt.

Das letzte Teilstück der NEL von Harmstorf bis Bütlingen soll nach der Plan­feststellung ab 2013 in Angriff genommen werden. Dabei durchfährt die Trasse die heutige Kultur- und Siedlungslandschaft sowie Siedlungsräume früherer Epochen. Zur Sicherung von archäologisch wertvollen Stätten werden vor der Aufnahme von Vorarbeiten für die Verlegung der Pipeline, kulturhistorische Untersuchungen auf der Pipelinetrasse durchgeführt.

Die Sondiergrabungen werden von Spezialfirmen für archäologische Untersuchungen unter der fachlichen Aufsicht des Landesamtes in Zusammenarbeit mit der ARGE NEL Niedersachsen bestehend aus den Firmen Friedrich Vorwerk, Tostedt, PPS Pipeline Systems GmbH, Quakenbrück, und Anton Meyer, Neuenhaus, durchgeführt. Die betroffenen Eigentümer und Bewirtschafter der Flächen wurden bereits schriftlich informiert. Mitarbeiter der ARGE NEL werden im Auftrag der Open Grid Europe die betroffenen Eigentü­mer oder Pächter persönlich über die geplanten Maßnahmen informieren. Die archäologischen Voruntersuchungen bedeuten nicht den Baubeginn der NEL. Dieser erfolgt erst nach der Erteilung des Planfeststellungbeschlusses.

Nach ihrer Gesamtfertigstellung verläuft die Erdgasleitung NEL über eine Länge von dann rund 445 km vom Anlandepunkt der Ostseepipeline Nord Stream in Lubmin bei Greifswald an Schwerin und Hamburg vorbei bis nach Rehden süd­lich von Bremen. Sie verbindet die Nord Stream, ebenso wie die bereits seit einem Jahr in Betrieb befindliche Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL), mit dem europäischen Fernleitungsnetz, so dass das über die Nord Stream anlandende Gas zu den deutschen und europäischen Verbrauchern weiter­transportiert werden kann. Vor diesem Hintergrund haben beide Leitungen eine große Bedeutung für die Versorgungssicherheit Deutschlands und Europas mit Erdgas. Das NEL-Leitungsbauvorhaben ist ein europäisches Projekt, das von der W&G- Gruppe (früher WINGAS), dem E.ON Ruhrgas Konzern sowie dem niederländisch-deutschen Gasnetzbetreiber Gasunie und dem belgischen Netzbetreiber Fluxys realisiert wird.

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