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Umweltausgleich für Pipeline: Nord Stream will Polder renaturieren

Zwei Jahre nach dem gescheiterten Umweltausgleich für den Bau der Ostseepipeline bei Peenemünde hat das Firmenkonsortium Nord Stream eine Alternative gefunden. Der Betreiber der Erdgaspipeline will eigenen Angaben zufolge ein rund 700 Hektar großes Areal östlich von Anklam renaturieren, wie Nord Stream-Umweltmanager Jan Kube am 20. Februar in Greifswald sagte.

Die Antragsunterlagen für die Renaturierung der Polders Immenstädt und Pinnow liegen ab Donnerstag im Bergamt Stralsund sowie in den Ämtern Gützkow und Anklam aus. Nord Stream plant, Seedeiche am Peenestrom über eine Länge von 5 km zurückzubauen und so den Moorschwund aufzuhalten. Zudem soll ein Radweg und die Straße den neuen Verhältnissen angepasst und ein Bach renaturiert werden. Die Kosten belaufen sich Nord Stream-Schätzungen zufolge auf mindestens 5 Mio. Euro.

Wegen der hohen Munitionsbelastung hatte das Bergamt Stralsund im Frühjahr 2011 das Nord-Stream-Umweltprojekt in Peenemünde kurzfristig gestoppt. Auf dem 125 Hektar großen Areal sollte der Betreiber der 1.200 km langen Pipeline für mehr als 5 Millionen Euro eine Lagunen-Landschaft schaffen, die dem Naturzustand von etwa 1850 entspricht.

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