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GAG Gasversorgung firmieren seit Dezember als Stadtwerke Ahrensburg GmbH

"Die Umbenennung hat gleich mehrere Gründe", erklärt Geschäftsführer Horst Kienel, der die GAG im Auftrag der Stadt im Jahr 2004 gründete, um die Gasversorgung in Eigenregie zu übernehmen.

Als die GAG im Oktober 2006 ihr operatives Geschäft aufnahm, belieferte die städtische Eigengesellschaft Kunden im Ahrensburger Netzgebiet mit Erdgas. "Mittlerweile haben wir unser Produktportfolio und das Vertriebsgebiet erheblich erweitert. Seit Oktober 2010 konnte sich die GAG auch als Stromversorger weit über die Grenzen Ahrensburgs hinaus etablieren. Und in naher Zukunft kommen Angebote im Bereich Breitbandkommunikation hinzu. Die Umbenennung der GAG in Stadtwerke Ahrensburg ist jetzt der logische Schritt, um das gesamte Produktportfolio besser vermitteln zu können", so Kienel.

Laut Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach unterstreicht der neue Name des Energieversorgers auch seine Rolle als kommunales Unternehmen der Stadt: "Die Stadtwerke Ahrensburg sind als hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt der gesamten Region verpflichtet. Sie leisten einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Ahrensburg und seine angrenzenden Gemeinden", so Michael Sarach, der dem Aufsichtsrat der Stadtwerke vorsitzt. "Es war richtig, die Energieversorgung wieder in kommunale Hände zu legen, anstatt sie den großen Konzernen zu überlassen. Es geht hier auch um die Entscheidungshoheit in einem wichtigen Bereich der Daseinsvorsorge", so Sarach.

Die Unabhängigkeit von Konzernen ist aus Sicht von Horst Kienel auch ein wichtiges Argument für den Vertrieb: "Die Stadtwerke agieren frei von Aktionärsinteressen und konzerntypischen Zielen wie der Gewinnmaximierung. Als kommunaler Anbieter stellen wir die Interessen und die Zufriedenheit unserer Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns. Kunden, die Wert auf guten Service, kompetente Ansprechpartner und faire Preise legen, sind bei uns richtig", betont Geschäftsführer Kienel.

Die Stadtwerke Ahrensburg liefern heute Erdgas und Strom in drei Bundesländern: Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen. Durch Service, Transparenz und Sicherheit hat sich der kommunale Versorger seit 2006 schnell seinen Platz auf dem hart umkämpften Energiemarkt erobert. Während Stadtwerke sich traditionell eher auf das eigene Netzgebiet beschränken, setzte der kommunale Versorger aus Ahrensburg von Anfang an auf die Ausweitung seines Geschäftsgebietes über das eigene Netz hinaus. Prinzipiell könnten auch deutsche Energieverbraucher aus anderen Bundesländern das klassische Produkt "Schloss-Strom" oder den grünen "Wind-Strom" sowie Erdgas aus Ahrensburg beziehen.

Mit der Übernahme des Gasnetzes in Ahrensburg im Jahr 2006, schrieb der kommunale Versorger unter Geschäftsführer Horst Kienel übrigens Geschichte: Nachdem die Verträge mit dem damaligen Netzbetreiber E.ON 2004 ausgelaufen waren, wollte die Stadt das Leitungsnetz zurückkaufen. Erst nach einem jahrelangen Rechtsstreit gegen den Energiekonzern konnte sich der kommunale Versorger aus Ahrensburg gegen den Energieriesen vor dem Oberlandes gericht in Schleswig durchsetzen. Andere Städte machten sich dieses Beispiel zum Vorbild und folgten dem Trend der "Rekommunalisierung".

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