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GWP: Erfolgreiche Wasserkooperation in Vietnam

Die Partnerschaft in der Wasserwirtschaft zwischen German Water Partnership (GWP) und Vietnam Water Supply and Sewerage Association (VWSA) wird erweitert und vertieft.

Vor über fünf Jahren startete das vom deutschen Forschungsministerium geförderte Projekt IWAS (Internationale WasserforschungsAllianz Sachsen) des UFZ, der TU Dresden sowie der Stadtentwässerung Dresden zur wasserwirtschaftlichen Zusammenarbeit. Ziel dieses Projektes war und ist es, Vietnam bei der Modernisierung der Wasserwirtschaft zu unterstützen.
Mit einer Konferenz am 2. Juli 2013 in Hanoi wird IWAS erfolgreich abgeschlossen. Zugleich allerdings ist dies der Auftakt des vom BMZ finanzierten Projekts DEVIWAS (DEutsch-VIetnamesische Verbandspartnerschaft zur Kompetenzverbesserung im WAssersektor), das von GWP zusammen mit dem vietnamesischen Partner VWSA durch Sequa durchgeführt wird. Ziel des Projektes ist es, den vietnamesischen Verband weiter zu stärken, einen langfristigen wechselseitigen Erfahrungsaustausch herzustellen, sowie das Angebot an Capacity Development-Maßnahmen zu vertiefen und auszubauen.


Insofern ist DEVIWAS eine konsequente Weiterführung der in IWAS begonnenen Partnerschaft. Von Anfang an wurde von deutscher Seite durch die Experten des GWP-Netzwerks, in dem auch die TU Dresden Mitglied ist, darauf gesetzt, einen sicheren Partner zur Zusammenarbeit zu finden. Mit dem VWSA ist dies gelungen. So konnte bereits 2010 ein MoU zwischen beiden Organisationen unterzeichnet werden. Themen waren die Entwicklung von E-Learning-Modulen sowie die Erarbeitung eines Masterplans zur abwassertechnischen Infrastrukturerschließung in Long Bien. Beide Aufgaben sind inzwischen fertiggestellt und stehen vietnamweit als gute Beispiele zur Orientierung zur Verfügung.
Darüber hinaus baut die Zusammenarbeit stark auf Maßnahmen des Capacity Development. So wurden über Mitgliedsbefragung sowohl bei Unternehmen als auch in den Verwaltungen Themen identifiziert, die für die vietnamesische Wasserwirtschaft von besonderer Bedeutung sind, wie der Umgang mit Großinvestitionen wie Klär- oder Faulungsanlagen, die Frage der Energieoptimierung, oder auch Themen der Kostenkalkulation und der Tarifbildung. In enger Zusammenarbeit entstand so u. a. ein Leitfaden zur Kostenkalkulation. Mit Verweis auf die Erfolge in Deutschland wird dies auch in Vietnam eine wesentliche Rolle spielen „Der Einstieg in kostendeckende Tarife auf der Basis einer betriebswirtschaftlichen sinnvollen Kalkulation ist der Schlüssel für wasserwirtschaftlichen Erfolg“, so Gunda Röstel und Dieter Ernst, Vorstände von German Water Partnership.
Dies sieht auch Herr Tran Quang Hung, ständiger Stellvertreter und Generalsekretär des VWSA, ähnlich. „Die Unternehmen brauchen eine sichere Finanzierungsgrundlage, um die enormen Investitionen der nächsten Jahre bewältigen zu können“.
Von Seiten der vietnamesischen Regierung sind die Herausforderungen erkannt. In den 5-Jahresplänen spielt der Infrastrukturaufbau im Wasserbereich und hier insbesondere im Abwasserbereich eine herausragende Rolle.

„Ohne moderne technische Infrastruktur sind Städte wie Hanoi, Saigon, Vung Tau oder Da Lat auf Dauer nicht denkbar“, meint Vizeminister Cao Lai Quang vom MOC, der die Kooperation zwischen Deutschland und Vietnam in der Wasserwirtschaft von Anfang an mit Engagement und großem Wohlwollen begleitete. So setzte er sich auch ganz persönlich für die Erarbeitung eines Konzeptes zum Aufbau eines Wasserkompetenzzentrums ein. Dieses wird in den anstehenden deutsch-vietnamesischen Finanzierungsverhandlun-gen zur Entscheidung anstehen.
Die Schwerpunktsetzung im Wasserwirtschaftsbereich wird nicht zuletzt auch von der deutschen Botschafterin, Frau Frasch, unterstrichen. In ihrem Eingangsstatement zur Wasserwirtschaftskonferenz bekräftigte sie ihr Interesse an der Vertiefung der Partnerschaft wie auch ihre Unterstützung der verstärkten beruflichen Ausbildung in geeigneten vietnamesischen Berufsbildungsinstituten im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Auch die gut 100 Teilnehmer aus Verwaltung, Wasserwirtschaftsunter-nehmen, Universitäten, wissenschaftlichen Institutionen und aus den Ministerien bekundeten ihr großes Interesse an dieser Zusammenarbeit.



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